Das Modell hinter dem Schöpfer-Algorithmus
Was du jeden Tag erlebst, ist wie das Bild auf einem Bildschirm. Dieses Modell zeigt, was dahinter liegt: dein Leben als Landkarte, auf der du als leuchtender Punkt – der Cursor – im Hier und Jetzt stehst.
Das Modell des Schöpfer-Algorithmus ist ein interaktives Anschauungsmodell zum gleichnamigen Buch von Claus Egartner. Es verbindet Zeit, Grundstimmung und Entscheidungen im Alltag mit weiterführenden Ebenen, in denen der Autor größere Zusammenhänge deutet.
Fass es an: Verschieb den Cursor, dreh die Ansicht, flieg zu den Ebenen.
So bedienst du das Modell
- Schau dich um. Ziehen verschiebt die Ansicht. Mausrad oder zwei Finger zoomen, Rechts-Ziehen oder zwei Finger drehen. „Cursor folgen“ bringt dich zurück zu dir.
- Verändere die Grundstimmung. Der Regler „Grundstimmung“ färbt deinen Cursor zwischen Infrarot (z. B. Angst, Wut) und Ultraviolett (z. B. Mut, Liebe). Erst „3D-Handlung ausführen“ setzt ihn auf die Linie, die zu dieser Farbe passt – kurz zieht die alte Spur noch, dann rastet die neue ein. Im Buch braucht es dafür Wiederholung – das Modell zeigt nur den ersten Schritt.
- Wechsle den Blick. Die Blick-Knöpfe fliegen zu den Ebenen. Unten findest du Safe Mode, Übergang und den Meta-Zustand; „Zeitfluss“ regelt das Tempo.
Ein Anschauungsmodell des Buches. Was über den Alltag hinausgeht, ist die Lesart des Autors. Die Regler steuern das Modell, nicht dich – es wird nichts gemessen und nichts gespeichert.
Ein Anschauungsmodell des Buches. Was über den Alltag hinausgeht, ist die Lesart des Autors. Die Regler steuern das Modell, nicht dich – es wird nichts gemessen und nichts gespeichert.
So liest du das Modell
In gut drei Minuten: die Lebenslinie, der Cursor, der Safe Mode und das Echo der Matrix – am Beispiel von Frank, der zum ersten Mal Nein sagt.
Transkript lesen
Transkript: So liest du das Modell
[Ein Schreibtisch am Abend im Lampenlicht. Auf dem Bildschirm ist das Modell geöffnet; das Bild rückt näher an den Bildschirm.]
Erzähler: Was du jeden Tag erlebst, ist wie das Bild auf einem Bildschirm. Dieses Modell zeigt, was dahinter liegt.
[Das Modell im Browser: eine waagrechte Linie mit einem leuchtenden Punkt, darüber und darunter punktierte Linien, unten das Bedienfeld. Der Regler „Grundstimmung“ wird verschoben, der Punkt wechselt die Farbe.]
Erzähler: Die Linie ist die momentane Lebenslinie: links das Erlebte, rechts das, was noch kommt. Der Punkt ist das wache Tagesbewusstsein im Hier und Jetzt – der Cursor.
Erzähler: Seine Farbe zeigt die Grundstimmung – im Modell stellst du sie mit dem Regler „Grundstimmung“ ein.
[Frank sitzt im Auto am Steuer. Der Motor tickt nach, leiser Regen.]
Erzähler: Frank, die Figur aus dem Buch, steht seit Jahren unter Dauerstress.
[Im Modell wird der Knopf „Safe Mode / Überlebensmodus“ gedrückt. Der Cursor fällt auf die unterste Linie, die Farben werden blasser.]
Erzähler: Das Modell zeigt das mit dem Knopf „Safe Mode“: Der Cursor stürzt auf die unterste Linie.
[Frank an einem Wochenende zu Hause, im Pullover, mit einem Notizbuch.]
Erzähler: An einem Wochenende richtet Frank sich innerlich neu aus.
[Im Modell wird der Safe Mode ausgeschaltet und der Regler „Grundstimmung“ auf Grün gestellt. Der Cursor wechselt die Farbe, bleibt aber auf seiner Linie.]
Erzähler: Die Farbe des Cursors ändert sich – die Linie noch nicht. Dafür braucht es Gedanke, Gefühl und Handlung zusammen.
[Frank steht im Büro vor einer Glastür. Neonlicht, Flurhall, eine Tür schließt sich.]
Erzähler: Am Montagmorgen steht Frank vor der Glastür seines Chefs.
Frank (denkt): Sag einfach Ja. Wie immer.
Erzähler: Diesmal sagt er aber nicht Ja, sondern ganz ruhig Nein zu den Überstunden.
[Im Modell wird „3D-Handlung ausführen“ gedrückt. Der Cursor wechselt auf eine höhere Linie. Auf der alten Linie bäumt sich ein blasser zweiter Punkt auf. Dazu ist eine Hand auf einem Tisch und eine gedämpfte, laute Stimme zu hören.]
Erzähler: Erst eine Handlung wie diese bringt den Cursor auf eine andere Linie – im Modell der Knopf „3D-Handlung ausführen“.
Erzähler: Doch der Chef explodiert.
Frank (denkt): Ich habe alles richtig gemacht. Und es wird schlimmer.
Erzähler: Das Buch nennt diesen Moment das Echo der Matrix: Das alte Programm wird noch einmal laut, bevor es nachgibt.
[Einblendung: Was wäre, wenn. Im Modell wird jetzt „Safe Mode“ gedrückt: Der Cursor gleitet auf die alte Linie zurück und stürzt nach unten.]
Erzähler: Würde Frank jetzt in den Safe Mode flüchten, holte ihn die alte Spur zurück.
[Zurück im Modell: Der Cursor bleibt auf der neuen Linie, der blasse Punkt auf der alten Linie verblasst. Dazu ist zuerst schneller, dann ruhiger Atem zu hören.]
Erzähler: Er flüchtet nicht. Zehn Minuten später sitzt er auf der Toilette und lässt die Wut 90 Sekunden lang toben – dann wird das Echo leiser.
[Frank sitzt abends am Küchentisch und schreibt in ein Notizbuch. Eine Wanduhr tickt.]
Erzähler: Ein Chef, der brüllt, ist zuerst ein Chef, der brüllt. Das Echo der Matrix erklärt, warum es lauter wird – es ersetzt weder Dokumentation noch fachlichen Rat.
Erzähler: In der zweiten Woche knickt Frank wieder ein.
Frank (denkt): Also nochmal.
[Stille. Das Notizbuch wird zugeklappt.]
Erzähler: Im Leben braucht es Wiederholung, bis sich das Neue festigt. Das Modell zeigt nur den ersten Schritt.
[Auf dunklem Grund erscheint ein grüner Punkt, eine Linie läuft nach links und rechts aus und zieht sich wieder zusammen.]
[Im Modell, nah am Cursor: Vor ihm wächst ein goldener Ring auf der Linie.]
Erzähler: Der goldene Ring ist ein Schicksalsknoten – ein Ereignis, das feststeht. Wie man ihn verlässt, entscheidet die Handlung.
[Das ganze Modell mit Bedienfeld und Blick-Knöpfen. Einblendung: Lesart des Autors. Die Ansicht fliegt zur senkrechten Achse, zu Ebene 1, zu Ebene 3 und zum Meta-Zustand; Strahlen kreuzen die Linie. Mit „Cursor folgen“ und dem Plus-Knopf geht die Ansicht zurück zum Cursor.]
Erzähler: Bis hierher zeigt das Modell den Alltag auf der 3D-Bühne. Ab hier zeigt es die Lesart des Autors – zum Prüfen, nicht zum Glauben.
Erzähler: Die senkrechte Linie ist die Z-Achse. Das Buch nennt sie die Überseele – eine Perspektive, keine Ursache.
Erzähler: Mit den Blick-Knöpfen fliegst du zu den Ebenen: Auf Ebene 1 liegen frühere und künftige Leben.
Erzähler: Auf Ebene 3 liegen parallele Leben.
Erzähler: Déjà-vus und Synchronizitäten zeigt das Modell als Strahlen, die von Ebene 1 oder Ebene 3 kommen und den Alltag auf der 3D-Bühne kreuzen.
Erzähler: Ganz oben, im Meta-Zustand, ist alles zugleich zu sehen.
Erzähler: Mit „Cursor folgen“ geht es zurück zum Cursor – und zum nächsten Schritt im Alltag.
[Frank hält am Fenster inne, im Tageslicht.]
Erzähler: Probier es selbst aus.
[Auf dunklem Grund baut sich eine Linie mit Verzweigungen auf, darunter der Schriftzug „Der Schöpfer-Algorithmus“.]
Erzählstimmen und Bilder mit KI erzeugt. Nach den Kapiteln 1, 2, 4, 7, 8, 10 und 11 des Buches.
Frank ist eine erfundene Figur.
Die Teile des Modells
Das Modell baut sich so auf wie das Buch: zuerst dein Alltag, dann Schritt für Schritt das größere Bild. Jedes Teil nennt das Kapitel, das es erklärt.
Bis hierher zeigt das Modell deinen Alltag. Ab hier wird es Deutung: Die nächsten vier Teile zeigen, wie der Autor größere Zusammenhänge liest – zum Prüfen, nicht zum Glauben.
Was das Modell ist – und was nicht
Das Modell ist ein Anschauungsbild zum Buch. Es nutzt Denkmodelle aus Physik und Informatik als Bild, nicht als Beweis. Wenn du es steuerst, wird nichts über dich gemessen, gespeichert oder festgestellt.
Wenn es dir gerade nicht gut geht: Der erste Schritt ist ein Mensch, kein Modell. Die Nummern stehen unten auf jeder Seite.
Rückmeldungen und Kritik zum Modell